Neuer Lamellenklärer schützt den Ostbach
Pressemitteilung vom 26.10.2026
Die Stadtentwässerung Herne (SEH) will die Wasserqualität des Ostbachs weiter verbessern. Deshalb baut sie ab Montag, 2. November, am Gysenberg einen neuen Lamellenklärer, eine spezielle Anlage zur Regenwassereinigung. Über die neue Anlage wird künftig das abfließende Regenwasser des Parks, der angrenzenden Verkehrsflächen und des Parkplatzes gereinigt, bevor es in den Ostbach eingeleitet wird. Der Lamellenklärer ist der erste seiner Art in Herne. Er ersetzt die alte Reinigungsanlage am Gysenberg. Diese kann zwar grobe Verschmutzungen und Ölreste aus dem Niederschlagswasser zurückhalten, erfüllt jedoch die heutigen Anforderungen an den Gewässerschutz nicht mehr vollständig. Deshalb hat die SEH entschieden, einen effizienten und kompakten Lamellenklärer zu bauen. Nach Herstellerangaben kann der Lamellenklärer rund 70 Prozent der feinen Rückstände wie Reifenabrieb und Bremsstaub zurückhalten. „Mit der hohen Reinigungsleistung sorgen wir dafür, dass deutlich weniger Schadstoffe in den Ostbach gelangen“, erklärt Sascha Köhler, Technischer Leiter der Stadtentwässerung Herne. Das Regenwasser durchläuft in dem neuen Lamellenklärer mehrere Reinigungsstufen: Zunächst werden gröbere Bestandteile abgeschieden. Anschließend sorgen schräg angeordnete Lamellen dafür, dass sich auch feine Partikel aus dem Wasser absetzen können. So wird verhindert, dass diese Stoffe in den Ostbach gelangen. Die Anlage arbeitet auch bei Starkregen zuverlässig und verarbeitet große Wassermengen. Für die Maßnahme, die die Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie das deutsche Wasserhaushaltsgesetzes umsetzt, rechnet die Stadtentwässerung Herne mit Gesamtkosten von rund 600.000 Euro. Fördermittel nach der Richtlinie „Zukunftsfähige und nachhaltige Abwasserbeseitigung NRW“ und bei der NRW-Bank sind bereits bewilligt. Während der Bauphase bis voraussichtlich Ende des Jahres wird es rund um den Parkplatz am Gysenberg zeitweise Einschränkungen geben. Durch frühzeitige Abstimmungen und die Nutzung alternativer Flächen für die Baustelleneinrichtung kann der Bedarf an Parkflächen jedoch deutlich reduziert werden. So werden Beeinträchtigungen – insbesondere bei größeren Veranstaltungen – möglichst geringgehalten. Die SEH bittet alle Herner Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen. |